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NEUE IDEEN UND KNOW-HOW FÜR IHRE INVESTMENTANSÄTZE
01. Oktober 2020

Inflation – Freund oder Feind?

Am 21. August 2020 gab der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, nach eingehender Überprüfung bekannt, dass die Fed ihre Strategie umstellt – auf ein flexibles durchschnittliches Inflationsziel. Sie wird damit weiter auf ein Inflationsziel von 2 % hinarbeiten, allerdings über längere Zeiträume. Liegt die Inflation künftig über geraume Zeit unter dem 2 %-Ziel, darf sie dieses dann auch wieder leicht überschreiten, um so im Durchschnitt im Zeitverlauf 2 % zu erreichen. Durch diese Veränderung hofft der Offenmarktausschuss der Fed, die längerfristigen Inflationserwartungen zu verankern.

 

Seit das US-Inflationsziel von 2 % im Jahr 2012 von Ben Bernanke (Ex-Vorsitzender der US-Notenbank) eingeführt wurde, liegt die Inflation, gemessen am Index für die persönlichen Konsumausgaben, auf längere Sicht anhaltend unter diesem Zielwert. Es hat sich eine erhebliche Lücke aufgetan zwischen dem registrierten Preisniveau und dem Niveau, wie es unter Einhaltung des 2 %-Inflationsziels erreicht worden wäre.

 

Dadurch wurden kritische Stimmen laut, die meinten, dass die präventive Straffung der Geldpolitik zur Dämpfung eines vermeintlichen Inflationsdrucks (der sich dann aber in der tatsächlichen Teuerung gar nicht niederschlug) lediglich dem Wirtschaftswachstum unnötig geschadet habe.

 

Die klare Botschaft dieses Strategiewechsels: Anleger sollten davon ausgehen, dass die Geldpolitik noch längere Zeit auf ausgesprochen stimulativem Niveau verharrt. Auch wenn die Inflation gegenüber dem aktuellen Niveau anziehen sollte, würde die Fed einen Anstieg über das gesetzte Ziel nicht nur tolerieren, sondern sogar aktiv anstreben.

 

Berücksichtigt man, wie häufig die Inflation das Ziel in den letzten Jahren unterschritten hat und wie hoch die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, spricht durchaus einiges dafür, dass die Fed nunmehr auch längere Zeiträume mit Inflationsraten über dem Zielwert hinnehmen würde, falls es dazu käme. Auch die Einschätzung der Fed zur Phillips-Kurve1 hat sich inzwischen radikal gewandelt. Sie bezeichnet Vollbeschäftigung als ein „breit angelegtes, integratives Ziel“.

 

Die Vorteile hoher Beschäftigungszahlen im Hinblick auf das Einkommensgefälle scheinen mittlerweile schwerer zu wiegen als alle Bedenken, dass niedrige Arbeitslosenquoten zu Lohninflation führen. Auf kurze Sicht gibt es offenbar wenig Grund für Inflationsangst, denn nach der Coronavirus-Krise bestehen überall hohe Überkapazitäten. Doch viele der desinflationären Kräfte, die die Inflation in den letzten Jahren in Schach hielten, scheinen allmählich wegzufallen. Eine künftige Phase mit einem Wachstum über dem Trend kann ganz andere Inflationseffekte hervorrufen – und das angesichts einer Zentralbank, die sich mit Gegenmaßnahmen zurückhält.

 

David Hooker, Portfoliomanager, Insight Investment.

 

1 A.W. Phillips begründete eine Wirtschaftstheorie, die als Phillips-Kurve bekannt wurde. Danach stehen Inflation und Arbeitslosigkeit in einer stabilen negativen Beziehung zueinander. Nimmt die Arbeitslosigkeit ab, sollte die Inflation dieser Theorie zufolge steigen.

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